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20 Oktober

Velo Challenge Hannover 2015

geschrieben von  Kundin Rosi Ebel
Im Vergleich zu den anderen Jahren war diesmal alles anders:
Strecke, Distanz und Art des Rennens.
Aus den ursprünglichen 67 bzw. 100 km über Land wurde ein Stadtkurs, die Gründe hierfür lt. Veranstalter: Geldmangel, weil Sponsoren abgesprungen sind, keine Streckensperrung und und und. So wurde die Strecke verlegt, vom Maschsee zum Lindener Berg, und statt der o.g. Distanzen gab es 15 Runden a 2 km oder 30 Runden a 2 km.
Auch wenn ich (so wie viele andere auch) verärgert war und eigentlich schon beschlossen hatte, nicht zu starten, muss ich gestehen, dass das Rennen letztlich doch Spaß gemacht hat. Die Bedenken, dass das Rundenfahren langweilig und/oder wegen des großes Feldes die Unfallgefahr auf der kleinen Strecke mit engen Kurven hoch ist, haben die Organisatoren gut zerstreut. So gab es mehrere Starts (eingeteilt nach den angegebenen Durchschnittszeiten, 2 Starts für die 15 Runden und auch 2 für die 30 Runden), aus Sicherheitsgründen war der Start der ersten Gruppe (in der wir gefahren sind) auch als fast fliegender Start hinter der ersten Kurve und das Feld zog sich tatsächlich relativ schnell auseinander. Das Wetter war optimal, kein Wind, trocken und nicht zu warm. An das Rundendrehen sind wir Läufer/Geher ja gewöhnt, daher empfanden wir es nicht schlimm. Aber letztlich hab ich die "kurze" Strecke mit nur 30 km doch etwas unterschätzt, denn in jeder Runde musste der Lindener Berg mit einem 400 m Anstieg erklommen werden. Auf den letzen Runden brannten die Beine doch ganz schön, zumal es bei diesem Rennen keine Erholungsphasen gab. Der Weg bergab war sehr holprig und erforderte hohe Konzentration und Kraft, um die Bremsen zu bedienen und das kurze Geradeausstück war ein Schwungholen für den Berg. Anders als auf den Überlandfahrten gab es hier keine Abschnitte, in denen man mal in einer Gruppe im Windschatten etwas Kraft tanken konnte.
Leider gibt es doch noch etwas zu kritisieren. Das Rennen war zuende, wenn der Sieger über die Ziellinie fuhr, der Rest des Feldes konnte noch seine Runde fertig fahren und musste dann in den Verpflegungsbereich abbiegen. Das geschah wohl, um den Zeitablauf über den Tag realisieren zu können.
Ich hab "nur" 12 geschafft, ganz kurz vor mir wurden wir abgewunken, einige Fahrer rutschten noch durch, doch ich kam an den Ordnern nicht mehr vorbei, um noch eine Runde zu drehen. Schade.
Fazit: Auch wenn die Strecke deutlicher kürzer war, als der ursprüngliche Kurs, war er nicht minder anstrengend, aber hat irgendwie trotzdem genauso viel Spaß gemacht. Was lernt man daraus: erst einmal mitmachen und ausprobieren, meckern kann man immer noch.
Die Kritik an die Organisatoren bleibt in der Hinsicht bestehen, dass eine frühere Information besser gewesen und so nicht der Eindruck entstanden wäre, dass die Starter bewusst getäuscht wurden. So wurden die Infos zur Streckenänderung erst nach Anmeldeschluss bekanntgegeben. Ein Abmelden war dann zwar möglich, aber die Startgebühr gab es nicht in vollem Umfang zurück, 10 € sofort und einen Startplatz für 20 € für die Anmeldung im nächsten Jahr (egal welche Distanz). Die Info, dass letztlich nur die Schnellsten die vollen Runden fahren, kam auch erst wenige Tage vor dem Start.
Gelesen 2394 mal Letzte Änderung am Dienstag, 20 Oktober 2015 06:50
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