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20 März

Nordic Walking

geschrieben von  Jens Schärff
Die Geschichte des Nordic Walking

Die Anfänge dieser Sportart liegen schon länger zurück. Bereits in den 30er Jahren wurden in Deutschland von den Langläufern im Sommer- und Herbsttraining so genannter Stockgang oder Stocklauf betrieben. Das schnelle Gehen verbesserte die Kondition und so war bereits am Anfang des Winters eine höhere Trainingsintensität möglich. Das Pole Walking (Pole = Skistock) wurde 1992 in der amerikanischen Fachliteratur vorgestellt. Es wurde als Walking mit veränderten Skistöcken zur Unterstützung der typischen Langlauf –Armbewegung erklärt. In weiteren amerikanischen Studien wurden Trainingsreize, Ausdauereffekte und psychologische Profile von Walking mit Stöcken untersucht. Ein Ergebnis dieser Studien war, dass das Nordic Walking in den Bereich der Ausdauersportarten zuzuordnen ist.
Das Interesse blieb zunächst sehr gering, da es keine geeigneten Walking-Stöcke gab und die Technik des Nordic Walking nicht weiter entwickelt wurde. Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, die seit 1997 in Finnland seine Anhänger findet. Es ist ihre Walkingvariante, die im Sommer zum Tragen kommt. Von den Spitzenathleten aus den Bereichen Biathlon, Langlauf und Nordische Kombination wurde Nordic Walking als Sommertrainingsmethode etabliert. Durch den Einsatz von Stöcken aus einem Carbon-Glasfaser-Gemisch und einem besonderen Handschlaufensystem wird die Armmuskulatur trainiert.

Nordic Walking bringt den Stoffwechsel in Gang, verbessert die Sauerstoffaufnahme und verringert das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Arteriosklerose.

Das Training wirkt stressabbauend und entlastet durch den Einsatz spezieller Stöcke die Gelenke und Wirbelsäule. Dadurch ist diese Sportart auch für Personen mit Knie- und Rückenbeschwerden geeignet.

Nordic Walking ist für fast alle Altersgruppen und jeden Fitnesslevel geeignet. Selbst Leistungssportlern bietet Nordic Walking durch die Vielzahl der Techniken die Reize, die der Körper für den Leistungserhalt bzw. den Leistungszuwachs benötigt.

Nordic Walking Technik Die zugrunde liegende Technik des Nordic Walking gleicht der des Skilanglaufes. Wer also schon mal Skilanglauf gemacht hat, wird mit der Nordic-Walking-Technik direkt loslegen können. Aber auch für alle anderen Anfänger ist die Technik sehr einfach zu erlernen. Nordic-Walking-Technik auch für Anfänger geeignet

Beim Nordic-Walking bewegen sich Arme und Beine zueinander entgegengesetzt. Das bedeutet, dass wenn beispielsweise das rechte Bein vorne ist, der rechte Arm hingegen hinten sein. Beim Walken werden die Arme ausgestreckt nach vorne gezogen, bis die Hände etwa auf Höhe des Bauchnabels sind. Der Stock, der gerade vorne ist, zeigt dabei schräg nach hinten. Durch die schräge Haltung der Nordic-Walking-Stöcke erlangt man beim Nordic Walken eine größere Schubkraft. Es ist darauf zu achten, dass Ferse und entgegen gesetzter Stock gleichzeitig aufsetzen. Also rechte Ferse mit linkem Stock und umgekehrt.

Die Nordic-Walking-Stöcke werden beim Nordic Walking, dank der Halteschlaufen, locker in den Händen gehalten. Die Hand umschließt den Griff nur beim Aufsetzen des Stockes fest. Beim Schwingen der Stöcke ist die Hand entspannt und leicht geöffnet und der Arm ist leicht gebeugt. Nordic-Walking-Stöcke werden nah am Körper geführt, um so die optimale Schubkraft umzusetzen.

Mit der richtigen Nordic-Walking-Technik zum Erfolg

Zu oft sieht man andere Nordic Walker mit der falschen Technik, deswegen nochmals zur Erinnerung: Die Stöcke bewegen sich entgegengesetzt zum gleichseitigen Bein.

Für die optimale Körperhaltung ist es wichtig, dass Sie die Schultern tief und locker halten. Ein anspannen und hochziehen der Schultern kann die Durchblutung stören und so unnötige Kopfschmerzen verursachen. Der Oberkörper sollte gerade und aufrecht gehalten werden und gemeinsam mit der Hüfte harmonisch zur Bewegung mitschwingen.

Nordic-Walking-Stöcke

Am auffälligsten bei Nordic Walking sind sicherlich die Stöcke, die das Training erst komplettieren. Wer jetzt denkt, dass Nordic-Walking-Stöcke nur zwei einfache Metallstangen sind, irrt sich ungemein. Wie in so vielen Lebensbereichen haben auch bei Nordic-Walking-Stöcken High-Tech-Materialien Einzug in die Produktion genommen.

High-Tech-Materialien bei Nordic-Walking-Stöcken

Leicht, robust und erschütterungsarm sollten Nordic-Walking-Stöcke sein. Diese Eigenschaften werden durch modernste Verbundmaterialien erreicht. Carbon, Aluminium, Kohle- oder Glasfaser sind hier die Materialien, die am häufigsten eingesetzt werden.

Nordic-Walking-Stöcke gibt es als in der Länge verstellbare Teleskopstöcke und als Stöcke mit fester Länge. Teleskopstöcke sind einfach auf jede Körpergröße einstellbar, wohingegen Stöcke mit fester Länge robuster und stabiler sind. In der Länge nicht verstellbare Stöcke können allerdings mit etwas Handarbeit selbst gekürzt werden.

Die optimale Länge eines Nordic-Walking-Stocks

Wie lang ein Stock für Nordic Walking sein soll errechnet sich nach einer einfachen Formel:

Körpergröße x 0,66 = Länge der Nordic-Walking-Stöcke

Da die Stöcke meist in 5 cm Größenintervallen verkauft werden, kann man mit der obigen Formel unter Umständen zwischen zwei Stockgrößen liegen. Hier empfiehlt es sich das kleine Paar Nordic-Walking-Stöcke zu kaufen. Beispiel: Körpergröße 1,68 Meter x 0,66 = 110 cm Nordic Walking Stöcke

Bequeme Griffe und Schlaufen

Bei der Auswahl der richtigen Nordic-Walking-Stöcke sollte auf die Griffe und Handschlaufen ebenfalls ein genauer eingegangen werden. Die Griffe, welche meist aus Gummi oder Kunststoff sind, sollten bequem in der Hand liegen und zusätzlich einen festen Halt bieten. Die Handschlaufen der Stöcke passen zu Ihrer Hand oder lassen sich individuell in der Größe verstellen. Je nachdem welcher Bodenbelag bei einer Nordic-Walking-Tour vorliegt können die Spitzen mit verschiedenen Aufsätzen bestückt werden. So werden bspw. auf Feld- oder Waldwegen in der Regel Metallspitzen verwendet, wohingegen auf asphaltierten Strecken Gummi-Pads oder auch Asphalt-Pads Verwendung finden.

Pads für Nordic-Walking-Stöcke können nachgekauft werden

Sollte sich ein Pad abgerieben haben oder eine Spitze abgebrochen sein, kann man diese im Sportgeschäft problemlos nachkaufen. Ebenfalls im Sportzubehör zu finden, sind spezielle Tragetaschen für Nordic-Walking-Stöcke. Diese ermöglichen einen einfachen und bequemen Transport der Stöcke und verhindern ein umher fliegen beim verreisen im Auto oder Zug. Preislich bewegen sich die Stöcke für Nordic Walking im Rahmen von 10 Euro bis über 100 Euro. Gute Stöcke, an denen man lange Freude hat gibt es etwa von 40-70 Euro.

Die Stocklänge

Die richtige Stocklänge ergibt sich aus ca. 0.7 x Körpergröße (+/- 5 cm)

Dehnen oder Stretchen – Aufwärmen Vor und nach dem Training ist es wichtig, sich aufzuwärmen und sich zu entspannen. Eine stabile und richtige Ausgangstellung ist wichtig, wenn die Übungen effektiv sein sollen.

Während der Übungen ist es wichtig, dass Sie tief und ruhig atmen. Atmen Sie bei den Übungen tief im Bauch und lösen Sie die Spannungen in der Nacken- und Schultermuskulatur.

Die Ausrüstung

Gute Schuhe mit festem Halt

- Gute Stöcke in der richtigen Länge

- Das Ellenbogengelenk soll ca. 90 Grad haben wenn Sie den Griff des Stock halten

- Funktioneller Griff und Schlaufe

- Die Griffe sollen Sie so abstützen können, dass Sie mit einer leichten offenen Hand gehen können

- Handschuhe bei kaltem Wetter

- Trinkgürtel auf längeren Touren

- Handy / Erste Hilfe Päckchen

- Passende Kleidung je nach Wetter

Nordic Walking ist ein effektives, schonendes Ganzkörpertraining, immer und überall durchführbar. Einst als Sommertraining der finnischen Skilangläufer konzipiert, gewinnt Nordic Walking einer immer größer werdenden Beliebtheit.

Nordic Walking trainiert neben den Beinen den gesamten Oberkörper, Arme und Schultern werden aktiv mit in die Bewegung einbezogen und gleichmäßig gekräftigt. Der Kalorienverbrauch liegt um ca. 40% höher als beim klassischen Walken.
Gelesen 1966 mal Letzte Änderung am Montag, 04 Mai 2015 11:25
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